Unmöglichkeiten - Dinge, die nerven...
Hier entsteht Liste von "Unmöglichkeiten", die mir im Netz oder sonstwo immer wieder aufstoßen. *g* Auf Neudeutsch heißt das "Don'ts" - Dinge, die man zwar nicht haßt, die aber nerven. Sicher wird diese Rubrik immer ergänzt werden, also "unfertig" bleiben. Wie alles... Ach ja: Die angesprochenen Dinge möchte ich hier nicht schlechtmachen - es ist eine rein subjektive Liste!
...in Fanfictions
Wenn Angel, wahlweise auch Spike, zum Menschen wird (und dabei natürlich alles, was deren Charaktere ausmacht, auf der Strecke bleibt...), mit Buffy eine Familie gründet und dann alle in den Alltag absacken. Dazu braucht man keine Fanfiction, dazu hat man das reale Leben... Oder - aufgepaßt: Schlimmer Konflikt! - Buffy wird von Angel (wahlweise Ihr wißt schon *g*) schwanger und muß eine schwere Entscheidung treffen. Wird sie es schaffen? Tja, das ist das, was mich nervt... aber eben in den Augen anderer Schreiber oder Leser etwas Wunderbares ist. Da kann man mal sehen, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind...
WIPs - also "Work in Progress" - Fictions, die ewig so bleiben. Vor allem nervt es, wenn die wirklich hervorragend anfangen, eine interessante und abenteuerliche Geschichte versprechen... und dann dem Autoren die Puste ausgeht... oder die Lust... oder was auch immer. Seufz. Sowas ist gemein.
Real-Life-Geschichten, in denen Fans die Schauspieler treffen... und wo sich zuuuuuufällig dann die Schauspieler in das wahnsinnig gutaussehende Mädchen verlieben. Klar. Hätte ja auch nicht anders sein können. *g* Oder die andere Variante von Geschichten, in denen sich David Boreanaz (wahlweise auch James Marsters, klar, oder? *g*) und Sarah Michelle Gellar ineinander verlieben... Obwohl ich es auch faszinierend finde, wenn man das reale Leben kunstvoll mit dem Buffyverse verweben kann, aber eben nicht auf diese Art.
Geschichten, die nicht betagelesen sind und denen man anmerkt, daß die Autoren es sehr eilig hatten. Mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern, die einem richtig wehtun, und wo es wirklich schade ist, daß der Autor sich nicht mehr Zeit genommen hat, noch daran herumzufeilen. Schlimm auch, wenn Namen von Charakteren falsch geschrieben sind.
Englische Titel für deutsche Geschichten, wo's auch ein deutscher getan hätte. Manchmal paßt auch nur ein englischer Titel, keine Frage, aber oft könnte man dafür auch wunderschöne, sogar passendere deutsche Titel finden. Und manchmal sind die englischen Titel sogar grammtisch oder orthographisch daneben. *g*
Vor Anglizismen nur so strotzende Fanfictions. Manchmal geht es einfach nicht anders, weil ja die Originale auch englisch sind, aber in vielen Fällen gibt es im Deutschen Entsprechungen, die sogar das Englische in der Aussage übertreffen können.
Inhaltsangaben, die keine sind. Ein den Lesern vorgeworfenes "Lest selbst" ist für mich eine grobe Unhöflichkeit. *g* Ja, es ist schwierig, den Inhalt einer Geschichte in wenigen Worten zusammenzufassen, ohne zuviel zu verraten, dabei aber den potentiellen Leser neugierig zu machen. Aber ich finde, die Mühe ist es wert. Viele Leute lesen übrigens grundsätzlich keine Geschichten ohne Inhaltsangaben...
Betteln um Feedback. Eine kleine Bitte tut's auch. Schlimm ist auch das Erpressen der Leser mit einem "...sonst schreibe ich nicht weiter...". Das ist ein Umgangston, der Bände spricht. Fast verachtend, finde ich. Natürlich sind wir alle scharf auf Feedback, und sicher ist es oft gemein, wenn man für eine Geschichte, in die man Herzblut und Zeit und sonstwas gesteckt hat, keine Resonanz bekommt, aber es ist doch auch so, daß man die Geschichte eher für sich schreibt, weil sie "rausmuß" - und das Internet eine wunderbare Plattform ist, sich mitzuteilen - und es einfach schön ist, wenn da draußen jemand ist, der's liest und gut findet. Allerdings muß wohl Feedback immer von selbst kommen - umso schöner ist das unerwartete Lob, die begeisterte Mail, die man von jemandem empfängt, ohne daß man ihm die Pistole auf die Brust gesetzt hat. :-)
Nochmal Feedback: Wenn Autoren nicht darauf antworten, ist das sehr enttäuschend. Und man braucht sich nicht zu wundern, wenn Feedback an sich immer seltener wird.
Anscheinend ist Normalität irgendwie in Verruf gekommen - aber ist es nicht "normal", wenn man etwas klasse findet und das auch sagt - oder in Fanfics ausdrücken möchte? Ich find's einfach wunderbar normal... Da hört man immer wieder dieses "Ich bin eben durchgeknallt", wenn man in die Header der Fanfics guckt, als Erklärung für wenig originelle Geschichten. Oder das Resümee: "Bin eben totel durchgeknallt, Leute.", das anscheinend ein Ausdruck von Originalität ist... oder sein soll. Oder habe ich da was falsch verstanden? - Diese Art von Sich-selbst-Bezichtigung, die ja eigentlich als eine Art Eigenlob gemeint ist, gibt's leider auch in anderen Bereichen, nicht nur in den Fanfictions, und vielleicht hat es ja was mit dieser heutigen, wenig abenteuerlich erscheinenden Alltagswelt zu tun. Aber, Leute, ist es nicht schön, daß es uns so gut geht? :-)
...im Internet
Seiten, bei denen einen die PopUps nur so anspringen, daß man vor lauter Wegklicken ganz vergißt, was man da eigentlich wollte. *g*
Seiten, bei denen einen die Webmaster dringlichst veranlassen, doch bitte ins Gästebuch zu schreiben - und das so, daß man das Gefühl bekommt, es wäre Pflicht. *g* - Klar freuen wir uns alle über Besucher, die einen Kommentar hinterlassen, aber wenn die das freiwillig machen, ist das doch noch viel schöner als unter Zwang. *g*
Winzig kleine Schrift - und massenweise Texte, die ohne Absätze oder Zwischenräume getippt wurden. Nicht, daß ich blind wäre, aber es ist einfach entspannter, wenn man nicht dauernd überlegen muß, ob man sich eine Lupe holen soll oder nicht. *g*
Zu viele Anglizismen. Manchmal weiß man gar nicht mehr, was gemeint ist, wenn jemand z. B. "gespidert" wurde, oder
so. Oder das liegt an meiner Unbedarftheit. *g*
Webseiten, deren gesamter Inhalt sich ausschließlich um den Webmaster, bzw. die Webmistress dreht. Das sind die negativen Auswirkungen des Internets, das für jedermann zugänglich und nutzbar ist: Daß Leute, die sich nur für sich selbst interessieren und keine weiteren Hobbys haben als ihr eigenes Leben sich so ausstellen können. Na gut, Toleranz ist alles, und man braucht diese Seiten ja nicht zu besuchen. Aber es schüttelt einen dann schon mal, wenn man drüber stolpert und diese Auswüchse sieht... ;)
...in den Medien
Wenn man bedenkt, daß die Deutschen ihr wunderschönes Wort "Kindergarten" in alle Welt exportiert haben,
finde ich es immer wieder lästig, wenn überall dieses künstliche Wortgebilde "Kita" zu hören und zu lesen ist.
Warum muß es eine "Kindertagesstätte" sein, wenn ein Kindergarten viel idyllischer klingt?
Die wachsende Anzahl von "Aaaahm"s und "Ääääähm"s (Maischberger-Effekt? Oder nur wieder ein Ami-Import?) - ja sogar bis hin zu "Aaaahhhrrrm"s -, mit denen sich "Stars" (und solche, die sich dafür halten) und auch "Normalbürger" wichtigtun - egal, aus welcher Branche. Leider kann man hier den wichtigtuerischen und sooooo cooooolen Tonfall nicht schriftlich wiedergeben, aber ich denke, es ist klar, was gemeint ist. - Hm. Wenn ich es so recht überlege, sind eigentlich diese "Aaaahm"s das kleinere Übel... wenn die sonst weiter nichts sagen würden, wär's vielleicht auch nicht soooo schlimm. *g*
Ratgeber für alle Lebenslagen. Anscheinend kommen wir heute nicht mehr zurecht, ohne daß uns jemand "Professionelles" sagt, wie wir zu leben haben... und wir das auch noch freiwillig konsumieren. Ich habe das Gefühl, die Menschen werden umso verwirrter und verquerer, je mehr Ratgeberliteratur in den Läden herumsteht (und gekauft wird). Wenn ich so Titel wie "Sorge dich nicht, lebe" lese, dann reicht mir das schon. Ob es überhaupt noch eine menschliche Gesellschaft gäbe, wenn sich nie jemand (unerlaubterweise) gesorgt hätte? *g*
...im wirklichen Leben
Die milliardenschwere Rechtschreibreform, die alle und alles nur verwirrt hat und am Ende mehr Schaden anrichtet als je an Nutzen
erwartet worden ist. Wie kommt es, daß ich in ein und derselben Zeitung dasselbe Wort in drei verschiedenen Schreibweisen finden
kann? Und wie verwirrend ist denn ein "hier zu Lande" (und zu Wasser und in der Luft vielleicht noch?), wo ein "hierzulande" doch genau den
Sinn ergibt, den es ergeben soll? Und wie bekloppt ist ein "komischer Weise", ein "unerwarteter Weise", ein "dummer Weise"? Hanebüchener Weise (*g*)
ist das jetzt wohl so festgeschrieben, daß es gar keine Regeln mehr gibt und alle so schreiben, wie es ihnen in den Kram paßt.
Klingeltöne. Wenn überall, wo man sich befindet, ein Handy "klingelt" (als was geht das Wort "klingeln" eigentlich durch?). Melodien für Millionen. Oder Disharmonien für gesunde Ohren. Kakophonien, die einen verfolgen, ob man will oder nicht. Das ist sowas von nervig - wieso kann man seine Ohren nicht abstellen? Ich finde, wenn jemandes Handy "klingelt" mit dem Geräusch, das eine Katze macht, wenn man ihr auf den Schwanz tritt, dann ist das nicht cool oder originell, sondern blöd und einfach nur noch peinlich. Seufz.
Telefonwerbung/Telefonumfragen - Wie kommen die Leute eigentlich dazu, mich zu Hause anzurufen und mir was andrehen zu wollen? Das wird ja nie was - ich bin immer viel zu verärgert über die unnötige Störung, als daß ich von denen was kaufen würde... und ausfragen lasse ich mich auch nicht gern. Das ist sowas von lästig, und es wird immer lästiger und häufiger, obwohl ich immer mit einem sofortigen "Nein, danke!" auflege.
Was mich daran am meisten ärgert, ist die Selbstverständlichkeit, mit der die Leute über meine knappe Freizeit (oder gar über meinen Schlaf) verfügen (z. B. sonntags früh um acht - argh!). Haben die keine bessere Beschäftigung gefunden, als Leute zu belästigen? Schrecklich. Wenn ich Lust habe, an Umfragen teilzunehmen, dann mache ich das, wenn's mir paßt - und zwar in Fragebögen (oder online). Die sind geduldig und können auch entsorgt werden. Und wenn ich was kaufen will, mache ich das ganz sicher nicht am Telefon. Merkt euch das gefälligst! *g*
Stinker. Die Welt wimmelt nur so davon. Ob's der Knoblauchdunst ist, den nette Kinobesucher um sich verbreiten, daß man das Personal um eine Gasmaske bitten möchte, ob's Schweißgeruch ist (Waschen wäre eine Lösung!), der in Kaufhäusern oder U-Bahnen wabert, ob's eine Überdosis Davidoff ist, die herumflattert - wieso muß eigentlich immer alles überall riechen? Ich finde Gerüche genauso belästigend wie Krach. Lärm für unsere armen Nasen... Ist unsere Welt nicht schon "dicht" genug? Ein bißchen Rücksicht und Selbstkontrolle wäre nicht schlecht, wenn wir schon so in Massen auftreten müssen. ;)
Private Handygespräche in der Öffentlichkeit, meist noch in Lautstärken geführt, die selbst Taube aufhorchen läßt. Leute, es interessiert niemanden, ob Lisa ein knallgelbes, hautenges Kleid getragen hat, in dem sie total fett aussah, und es ist uns schnurzpiepegal, ob Stefan eine neue Mieze hat und mit wem ihr gerade Schluß macht - macht das bitte in aller Stille unter euch aus. *g*
Unpünktlichkeit. Seufz! Auf jemanden zu warten ist eine der "Tätigkeiten", die ich wirklich hasse - und ich bin jemand, der das Wort "hassen" fast immer für übertrieben hält - und die mich schrecklich auf die Palme bringen. Wie kann jemand einfach über meine Zeit verfügen, mir meine wenige Zeit noch stehlen, indem er mich warten läßt? Diese sinnlos verschenkte, verwartete Zeit ist meine Lebenszeit, wertvoll und unwiederbringlich. Ich lasse auch niemanden warten... Es ist so blödsinnig, herumzusitzen, weil man sich nicht traut, irgendetwas anderes anzufangen... denn der Erwartete könnte ja jeden Augenblick antanzen. Man horcht nacht der Klingel, man guckt alle Naselang aus dem Fenster, man rennt herum wie'n Idiot. Zeit vergeht sinnlos. Und obwohl man das kennt, macht man's immer wieder. Nochmal seufz.
Geizkrägen. Geiz ist weder geil (sondern eher abtörnend), noch eine gute Eigenschaft - er ist einfach nur jämmerlich und kleinkariert.
Leute, die einen an der Kasse nicht vorlassen, obwohl man nur eine Packung Spaghettis unterm Arm hat... und man selbst doch in derselben Situation jeden anderen vorläßt!
Leute, die in einem fast leeren Kino auf ihre Platznummern bestehen... bringen mich zum Platzen. ;)
Die zunehmende Apostrophitis. Das geht so weit, daß sogar der arme "Brahm's" eins abbekommt oder Briefe an einen "Herr'n" adressiert werden "zweck's" Kontaktaufnahme. *g* Und sogar "Clärchen's Ballhaus" hat's erwischt...
Nichts gegen Großeltern, echt - dazu sind die oft viel zu gut und zu lieb. Aber ich finde es einfach nervend, wenn die immer und immer wieder stolz erzählen, wie talentiert, begabt, hübsch, nett, lieb, absolut wohlerzogen, höflich, einfach unwiderstehlich und überdurchschnittlich klug, intelligent und überlegen ihre Enkelkinder sind. Da fragt man sich doch einfach mal, wo diese ganzen so schrecklich unbegabten, überforderten, nervtötenden, kriminell verwöhnten Luxuskinder herkommen, die man unangespitzt in die Erde rammen könnte. Tja, ich nehme an, die haben gar keine Großeltern, nicht wahr? *g*
Ungefragte "gute" Ratschläge. Wenn ich jemanden nach einem Rat frage, ist das in Ordnung, allerdings fühlen sich einige Leute immer wieder beflissen, einem jeden - ob er das will oder nicht - Ratschläge zu erteilen. Und das ist oft nur zum Augenrollen. Wieso kann ich meine Fehler nicht einfach selbst machen - und draus lernen? *g*
Ohrringe bei erwachsenen Männern. Das ist nicht cool, sondern einfach nur lächerlich. Außerdem ist es nichts besonderes mehr, wenn jeder Mann einen Ohrring hat. Die kleinen Buben wissen das nicht anders, aber die Großen sollten doch schon so weit sein, nicht jeden vermeintlich coolen Trend mitmachen zu müssen, um "in" zu sein... Dasselbe gilt übrigens für dicke und dünne Goldkettchen. *g*
Leute, denen alles, was man ihnen erzählt, bereits selbst passiert ist. Phänomenal! *g* und *schüttel*
PS: Und natürlich nerven Leute, die ewig etwas herumzumosern haben,
zum Beispiel über nicht betagelesene Fanfictions mit nichtssagenden englischen Titeln, über Internetseiten,
bei denen einen die PopUps anhopsen, über geizige Menschen oder über Leute, die immer "Äääähm" sagen.
Tststs. Die sollten sich mal an ihre eigene Neese fassen, wa? *g*
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