Kleine Geschenke

 

 

Seit Tagen hatten sie diesen Schneesturm vorhergesagt, aber niemand hatte so recht daran glauben können, daß es hier im sonnigen Kalifornien einen ausgewachsenen Schneesturm geben könnte – und schon gar keine Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

Und nun war er da – er hatte sich sogar angekündigt mit einem tiefverhangenen, grauen Himmel und feuchtkalter Luft.

Jetzt waren alle Einwohner der kleinen Stadt doch etwas überrumpelt worden – aber wenn man am Höllenschlund lebt, ist man Kummer gewöhnt...

Es war eine Woche vor Weihnachten, und die Scoobies hatten sich bei Giles eingefunden, der sie alle, wie jedes Jahr, immer zu einer Art Weihnachtsfeier um sich versammelte. Es war nur eine lockere Zusammenkunft, aber irgendwie brauchten sie das, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und neue Kraft für die Zukunft zu schöpfen.

Buffy und die beiden Hexen saßen zusammen auf der Couch und alberten herum, Xander und Anya standen an der Treppe nach oben und waren mal wieder in einen Streit verwickelt, und egal, um was es ging, die anderen hörten nur immer wieder, wie Xander Anya dazu veranlaßte, doch bitte leise zu sprechen – oder das Ganze zu vertagen, bis sie wieder zu Hause wären...

Giles saß am Schreibtisch und hatte wohl noch etwas zu tun mit der Buchführung für die „Magic Box“, aber nun klappte er die Bücher zu und gesellte sich – mit einem warnenden Seitenblick zu Xander hin – zu den Mädchen.

Die waren gerade in ein „Weihnachtsgespräch“ verwickelt, das heißt, eigentlich führte Willow das Wort.

„Noch nie im Leben hatte ich ein Weihnachtsfest – das ist ja bei uns nicht üblich. Aber trotzdem habe ich da immer so ein Gefühl, irgendwie... naja... ausgeschlossen zu sein, weil wir Juden sind, und noch nie hat mir jemand einfach so was zu Weihnachten geschenkt. Naja, wegen dieser politischen Korrektheit und so, aber ich habe trotzdem immer dieses dumme Gefühl...“

Tara schüttelte den Kopf.

„Willow, das mußt du nicht, ihr habt doch dafür andere Feste – Chanukka zum Beispiel - , die *wir* auch nicht feiern, und das ist nun mal so.... Aber da fällt mir was ein.“, sagte sie nachdenklich.

„Hm. Naja. Da gibt es doch bei den Schweden so eine alte Tradition, dieses Julklapp, ein Brauch, wo jeder seinen Namen auf einen Zettel schreibt und dann in einen Hut wirft, und dann wird gezogen – und jeder bekommt nur ein Geschenk, und zwar von demjenigen, der seinen Namen gezogen hat...“

Willow war sofort Feuer und Flamme.

„Oh ja, bitte, laßt uns das tun – das wird bestimmt lustig. Wer weiß, was dabei so für Geschenk-Partner rauskommen, und wir könnten ja festlegen, daß es nur eine Kleinigkeit sein soll, irgendwas, was nicht viel kostet, aber was ganz persönlich ist, Leute!“

Giles seufzte leicht und schüttelte fast unmerklich den Kopf. Auf was für Ideen diese Kinder immer kamen – jetzt auch noch Weihnachtsgeschenke beim Julklapp! Er hatte schon genug im Kopf, um für seinen Vater ein passendes Geschenk zu finden – und jetzt, eine Woche vor dem Fest – hatte er immer noch nicht die leiseste Ahnung...

Anya war nun hinzugekommen – anscheinend hatten die beiden Turteltäubchen ihren lächerlichen Streit beigelegt oder vertagt – und war sogleich von der Idee hingerissen.

„Oh ja, ich liebe Geschenke, vor allem, wenn sie viel Geld gekostet haben...“

„Anya, hier geht´s nur um ideelle Geschenke, nur um Kleinigkeiten – und du weißt ja, daß wir alle nicht reich sind...“, unterbrach Buffy die Ausführungen der ehemaligen Dämonin.

Anya seufzte enttäuscht und faßte nach Xanders Hand. Der verdrehte nur die Augen und sagte nichts – für heute hatte er genug argumentiert.

„Na, Leute – was ist, wollen wir nun Julklapp machen? Na los, tut es mir zuliebe – ich hatte noch nie Weihnachten! Und wie heißt es so schön? ‚Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft!’ Bitte!“, hakte jetzt Willow nach, und wer konnte schon dem bittenden Blick ihrer großen, grünen Augen widerstehen? Es ging ja auch um nichts – und vielleicht würde es ja doch ganz witzig werden – wenn zum Beispiel Tara eine Pudelmütze für Giles stricken würde oder so, dachte Buffy insgeheim und nickte ihrer Freundin zu.

„Warum nicht? Ist mal was anderes, denke ich – und es war ein schlimmes Jahr – wenn wir mal ein bißchen Spaß haben, schadet´s wohl nichts...“, stimmte sie zu.

Damit war die Sache entschieden, und schnell waren die Namenszettel geschrieben und wurden – in Ermangelung eines Hutes – in eine große Vase geworfen.

In diesem Moment ging die Tür auf und eine Gestalt kam hereingeschneit – im wahrsten Sinne des Wortes, denn draußen herrschte ein richtiges Schneegestöber, so daß man kaum die Hand vor Augen sehen konnte. Die Gestalt schüttelte sich, und als der Schnee von ihr abfiel, kam unverkennbar ein bekannter wasserstoffblonder Vampir zum Vorschein.

„He, Leute, ist ja wie in Sibirien hier. Hätte nie gedacht, daß es bei euch hier so verdammt kalt werden könnte...“, fluchte er und sah in sechs erstaunt auf ihn gerichtete Augenpaare.

Spike stutzte.

Dann runzelte er die Stirn und sagte: „Also, ich habe bei euch immer das Gefühl, ungelegen zu kommen.“, und sich halb abwendend fuhr er – mit einem Seitenblick auf den Wächter – fort: „Aber ich kann ja wieder in die eisige Kälte Sibiriens entschwinden, ungeschützt dem Sturm ausgesetzt, hungrig und allein...“

Giles rollte mit den Augen. Das hatte ihm gerade noch gefehlt – dieser Billy-Idol-Verschnitt war wirklich eine Plage, aber er wollte ihn nicht so gehenlassen, zumal Weihnachten vor der Tür stand und er ja manchmal auch von Nutzen sein konnte...

Seufzend sagte er: „Nein, Spike, bleiben Sie – ich könnte nicht verantworten, wenn ein hilfloses Wesen wie Sie unnötig leiden muß.“, fügte er ironisch hinzu.

Ein strafender Blick aus Spikes blauen Augen traf den Wächter – der sich nichts daraus machte – und der Vamir ging, nachdem er seinen Mantel aufgehängt hatte, schnurstracks in die Küche, holte sich einen Beutel mit Blut aus dem Kühlschrank, füllte ihn in eine Tasse um und stellte diese in die Mikrowelle.

Giles sah dem Treiben zu und mußte unwillkürlich lächeln.

Er, der Wächter der Vampirjägerin, erlaubte Vampiren bei sich ein- und auszugehen, als wäre sein Zuhause auch ihres...

Was für eine Ironie.

Vielleicht sollte er die Barriere wiederherstellen, zusammen mit Willow, aber irgendwie hatte er sich an diesen Besucher gewöhnt...

Die letzte Bemerkung des Wächters übergehend, fragte Spike nun gutgelaunt: „Na, was läuft denn hier bei euch so? Liegt mal wieder was an? Ein kleiner Weltuntergang? Ein Schneekönig, der außer Kontrolle geraten ist? Oder hat der Weihnachtsmann in diesem Jahr seinen Besuch abgesagt?“

Buffy verdrehte die Augen. Dieser Vampir nervte echt – und mußte er nun ausgerechnet *jetzt* kommen und sie auch noch bei ihrer kleinen Weihnachtsfeier stören?

„Nein, Spike, nichts in der Art. Wir sind einfach Freunde, die sich zu Weihnachten auch mal einfach so treffen – um der Freundschaft willen. Aber das kann man so einem wie dir schlecht erklären – *du* hast ja keine Freunde.“, war ihre patzige Antwort.

Er schaute sie beleidigt an und sagte nur: „Man wird ja wohl mal fragen dürfen, Jägerin.“

„Aber klar, Spike, wenn du ab jetzt deine Klappe hältst...“, antwortete sie ihm, aber ein Blick von Willow genügte, um sie abbrechen zu lassen. Sie wollte nicht die Stimmung verderben – obwohl... das hatte ja dieser Vampir schon getan.

Willow wies mit der Hand auf die Vase, die auf dem Tisch stand.

„Hast du schon mal was von Julklapp gehört, Spike?“, fragte sie.

Der blonde Vampir nickte eifrig, froh, daß sie das Thema gewechselt hatte.

„Aber ja – das haben wir früher zu Hause immer gemacht. Meine Familie war ziemlich arm... naja, nicht *sehr* arm, meine ich, aber trotzdem wollten wir Geld sparen, indem wir die Geschenke reduziert haben... Das war immer ganz lustig, weil meine Schwester immer wieder mich gezogen hatte... ähm, und sie hat mir jedes Jahr eine Socke gestrickt, und die zweite nicht fertigbekommen. Wir haben uns immer schiefgelacht über meine Sammlung einzelner Socken. Und meine Mutter...“

Er stockte, denn die um ihn Herumsitzenden sahen ihn erstaunt an.

Niemand von ihnen konnte sich diesen eingbildeten, großmäuligen Vampir inmitten einer Familie vorstellen, ganz zu schweigen als liebenden Sohn und Bruder... Irgendwie ließen ihn diese paar Sätze eben in einem anderen Licht erscheinen, weil sie so... echt herausgekommen waren, spontan, ohne Verstellung.

Fast menschlich.

Willow bat ihre Freunde mit den Augen im Voraus um Verzeihung – und dann wandte sie sich an Spike, der nun schweigend dastand, fast verlegen.

„Ähm, Spike... Wir haben gerade vorgehabt, so einen Julklapp zu machen, nur unter uns hier. Und wenn du willst, natürlich ganz zwanglos und wenn es dir nicht zu... ähm... albern erscheint, kannst du ja einfach mitmachen...?“, fragte sie ihn verschämt, weil sie wußte, wie ihre Freunde auf ihr ewiges Samariterbedürfnis reagieren würden – mit genervtem Augenrollen – aber sie konnte nicht aus ihrer Haut, denn ihr war auf einmal bewußt geworden, wie einsam sich dieser blonde Vampir da fühlen mußte.

Und es war ganz egal, ob er nun böse war oder nicht...

Während Spike noch nach einer Antwort suchte – bei seiner sonst üblichen Schlagfertigkeit ein kleines Wunder – rollte Buffy, wie vorauzusehen war, genervt mit den Augen.

Nicht nur, daß dieser lästige Vampir hier ungefragt reinschneite, wann es ihm paßte, nein, jetzt lud ihn auch noch die immer mitleidige Willow zu ihrem Julklapp ein...

Giles hatte nur halb zugehört, horchte aber auf, als Spike ein zustimmendes „Naja, wenn´s dir Spaß macht...“ brummte und sich sogleich nach vorn beugte und einen weiteren Zettel mit einem Namen beschrieb – mit seinem eigenen – und ihn in die Vase warf.

Und damit setzten alle ihr bestes Pokerface auf und zogen nacheinander ihre „Lose“.

 

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Als Spike seine Krypta betrat, zitterte er förmlich vor Kälte.

Es ist ein Trugschluß, zu glauben, Vampire würden nicht frieren – wenn es kalt genug ist, frieren selbst diese Kreaturen der Nacht.

Und es *war* kalt genug, bestimmt zehn Grad unter Null oder darunter, und Spike konnte sich kaum daran erinnern, wann er das das letzte Mal erlebt hatte.

Jedenfalls nie in Kalifornien.

Sein Körper war steif, und alles schmerzte, und er hatte das Gefühl, hier und jetzt zu einem Eiszapfen zu gefrieren. Gerne wäre er noch bei Giles geblieben – am liebsten die ganze Nacht – aber als die Scoobies dann aufgebrochen waren, konnte er sich schlecht ausschließen.

Der Abend war ruhig verlaufen, und er hatte mehr den fröhlichen Gesprächen der Slayerettes gelauscht als selbst etwas zu sagen. Irgendwie hatte die Erinnerung an die vergangenen Weihnachten zu Hause ihn zum Schweigen gebracht, und er war in eine melancholische Stimmung verfallen, wie so oft in letzter Zeit seit dieser verfluchte Chip sein Unwesen in seinem Kopf trieb.

Zum wiederholten Male zog er den Zettel mit dem Namen aus seiner Tasche.

Giles.

Zur Hölle – warum mußte er auch dieses alberne Spiel mitmachen?

Kopfschüttelnd ging er zu seinem Bett und legte sich in voller Montur hinein.

Was sollte er ihm schenken? Dem Wächter... der so ganz und gar nicht wie ein Wächter war und ihn bei sich duldete.

Vor Kälte war ihm das Gehirn eingefroren, schien es, denn ihm wollte einfach nichts einfallen.

Ach, was sollte es – ihm würde schon noch eine Idee kommen, ganz sicher, aber jetzt mußte er erst einmal versuchen, in dieser Kälte zu schlafen.

Spike rollte sich zusammen wie ein Embryo, zog die Decke über seinen Kopf und schloß die Augen.

 

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Im selben Moment wälzte sich Buffy in ihrem Bett unruhig hin und her.

Ausgerechnet *sie* mußte Spike ziehen, ausgerechnet *sie* mußte für die Samaritergefühle ihrer besten Freundin büßen. Die Welt war einfach ungerecht – aus einer kleinen, harmlosen Idee war eine lästige Pflicht geworden, und sie hatte partout nicht die geringste Idee, was sie diesem wasserstoffblonden englischen Ekel schenken konnte...

Ähm, blond? Vielleicht könnte sie ihm...

Naja, eine Idee wäre es schon, vielleicht mit Arbeit verbunden, aber als „ideelles Geschenk“ angemessen...

Sie drehte sich auf die Seite und schlief auf der Stelle zufrieden ein.

 

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Sie selbst hatte es ja so gewollt!

Wieso konnte sie es nicht dabei belassen, wie immer Weihnachten zu feiern – nämlich überhaupt nicht? Aber, nein, sie mußte ja Feuer und Flamme für Julklapp sein...

Willow seufzte leise.

Und dann sah sie zu Tara hinüber und überlegte, wen ihre Freundin wohl gezogen hatte. Aber das würde wohl bis Heiligabend – darauf hatten sich alle geeinigt, an diesem Tag ihre „Bescherung“ stattfinden zu lassen – ein Geheimnis bleiben...

Und nun das.

Anya war mit Abstand das unfreundlichste, unerfreulichste und unsensibelste Mitglied ihrer Gruppe, und es war vollkommen egal, was sie sich für sie ausdenken würde – es wäre immer das falsche Geschenk.

Und natürlich immer zu billig. Zu hundert Prozent würde diese ehemalige Dämonin gar nicht zu schätzen wissen, wenn sie sich Gedanken machte.

Wieder seufzte sie, und Tara blickte auf und lächelte ihr zu.

Naja, wenigstens hatte sie eine wunderbare Freundin – und das konnte ihr auch eine Anya nicht nehmen, und Willow lächelte zurück.

 

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Tara lächelte. Ihr größter Wunsch war bereits in Erfüllung gegangen.

Da saß Willow, und zu allem Glück hatte sie auch noch den kleinen Zettel mit ihrem Namen gezogen – dem Namen des Menschen, den sie am meisten liebte...

Sie wollte nichts falschmachen, und sie wollte Willow ein unvergeßliches Weihnachten bereiten – ihr erstes überhaupt – und fieberhaft überlegte sie, was sie ihr schenken konnte.

Jetzt seufzte Willow zum wiederholten Male, und als sie ihr ein Lächeln zuwarf, bekam sie eines zurück, und das ließ sie erneut innerlich vor Freude juchzen.

Sie war nicht mehr allein in dieser fremden Umgebung.

 

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Xander blickte liebevoll zu seiner Freundin.

Manchmal war sie eine ganz schöne Nervensäge – vor allem, wenn seine Freunde dabeiwaren und er nicht wollte, daß all diese intimen Details aus ihrem Mund sprudelten. Aber er liebte sie, wie er noch niemals vorher geliebt hatte, und er wollte sie nicht missen.

Dann fiel ihm wieder dieser lästige kleine Zettel ein, den er vorhin gezogen hatte. Ausgerechnet Tara, die er am wenigsten kannte – und, wenn er ehrlich war, am wenigsten kennen *wollte*. Irgendwie war sie ihm suspekt, warum, konnte er nicht genau sagen.

Aber wenn er ehrlich war, hatte es wohl etwas mit Willow zu tun. Nun kannte er sie schon sein ganzes Leben lang – und dann kam sie einfach mit dieser Tara an, und alles war selbstverständlich...  Wie *er* damit zurechtkam, war ihnen völlig egal... naja, vielleicht war er ja ein wenig egoistisch – und in seinem tiefsten Inneren mußte wohl ein Funke Eifersucht glimmen, was er niemals zugegeben hätte.

Wie auch immer, er mußte wohl sein Gehirn ein wenig anstrengen, um ein passendes Geschenk für Willows Freundin zu finden.

Eines, das auch vor Willows Augen bestehen könnte...

Tief Luft holend, umarmte er ein letztes Mal seine ehemalige Dämonin, dann drehte er sich um und war sofort eingeschlafen.

 

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Anya hatte die Brauen hochgezogen und den Zettel sofort zerknüllt, gleich nachdem sie ihn gelesen hatte.

Mist, ausgerechnet die Jägerin mußte sie beschenken, der sie im Grunde ihr menschliches Dasein zu verdanken hatte. Wenn Giles das nicht für Buffy gemacht hatte – für *wen* dann?

Nur wegen Buffy hatte sie ihre Dämonenkräfte verloren, nur wegen ihr mußte sie nun ein sterbliches Dasein führen.

Naja, wenn sie es recht bedachte – auch wenn sie keine dämonischen Kräfte mehr besaß, so hatte dieses Leben als Mensch doch einige Vorteile.

Sex zum Beispiel.  Xander.  Und Geschenke.

Naja, und es gab viele Dinge, von denen sie vorher keine Ahnung gehabt hatte.

Wenn da bloß dieses lästige Höflichkeitsgetue nicht wäre. Warum konnten sich die Menschen nie die Wahrheit sagen, warum mußten sie immer diese Umschweife machen? Wer hatte diese nutzlosen Regeln aufgestellt – und wozu? Sie würde das wohl nie begreifen, aber wenigstens hatte sie Xander – und sie warf einen dankbaren Blick über seine Schulter – vielleicht könnten sie ja nochmal diese eine Stellung da eben ausprobieren, wenn er noch wach wäre...

Nein, er schlief schon.

Enttäuscht seufzte sie, drehte sich auf die andere Seite und schloß die Augen.

 

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Als alle gegangen waren, genehmigte sich Giles noch einen Whisky, nur einen ganz kleinen. Aber irgendwie genoß er es – so gerne er die Kinder um sich hatte – allein zu sein, einfach nur seinen Gedanken nachzuhängen und den Tag ausklingen zu lassen.

Draußen schneite es noch immer, und er dachte mit Grausen daran, daß er wohl am Morgen Schnee schieben mußte – dieser Vermieter war nur gut im Miete-Kassieren, nicht aber wenn es drauf ankam – aber diesen Gedanken schob er schnell beiseite.

Nun sollte er also Xander etwas schenken. Eine eigenartige Idee war das mit diesem Julklapp schon – und er überlegte, was Willow wohl so daran begeistert haben könnte.

Eigentlich war es ihm ja klar – wenn man immer nur zusah, wie alle anderen feierten, dann machte diese kleine Idee schon etwas her, auch wenn es nicht „richtig“ Weihnachten war, sondern nur ein kleiner Ersatz.

Und nun saß er da und wußte nicht, was er Xander schenken sollte.

Der war im letzten Jahr so erwachsen geworden – und durch Anya hatte er nun Verantwortung übernehmen müssen wie noch nie in seinem jungen Leben zuvor. Aber er bewältigte diese „Aufgabe“ überraschend gut, fast wie ein professioneller Lehrer, der einem Kind – und irgendwie war Anya in menschlichen Dingen wie ein Kind – das Leben beibrachte.

Lächelnd dachte er an den alten, unbeholfenen Xander zurück, der sich so oft in die falschen Mädchen verliebt hatte. Und jetzt war er fast ein Mann.

Seufzend stand Giles auf, stellte sein Glas in die Spüle und wandte sich zur Treppe ins Schlafzimmer.

Es war ein langer Tag gewesen – und sicher würde ihm schon morgen etwas einfallen.

Aber jetzt sehnte er sich nach Schlaf.

 

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Es war der Tag vor Heiligabend, das heißt, eigentlich die Nacht davor.

Buffy war auf Patrouille, aber im Grunde war dies seit Beginn der Kälte nicht mehr nötig gewesen, denn, wie es schien, hatten der Schnee und die Kälte die Dämonen und Vampire aus Sunnydale vertrieben.

Seit fast einer Woche hatte sie niemanden mehr bekämpft, und irgendwie kam sie sich langsam überflüssig vor.

Ohne daß sie es bemerkt hatte, war sie vor Spikes Krypta angelangt.

Wie auch immer, wenn sie schon mal da war, konnte sie ebensogut reinschauen und ihm mal eben eine blutige Nase verpassen... naja, eigentlich... war ja Weihnachten, dieses „Fest der Liebe“. Sie seufzte. Dann würde es wohl nichts werden mit der blutigen Nase, aber wenigstens – und bei diesem Gedanken mußte sie grinsen – könnte sie ihn ja verbal ein wenig bearbeiten.

Ohne anzuklopfen, stieß sie die Tür auf, daß diese krachend an die Wand schlug, und schlenderte hinein, als ob sie mal eben einen kleinen Bummel machte. Mit dem Fuß stieß sie die Tür hinter sich wieder zu.  Ihre Hände waren tief in den Taschen ihres Wintermantels vergraben, und der Schal, den sie umgeschlungen hatte, ließ nicht mehr als ihre Nase und ihre Augen unter ihrer Wollmütze hervorlugen.

Hier drin war es fast noch kälter als draußen, und sie schauderte. Suchend wanderten ihre Augen durch den Raum, aber sie konnte keinen bekannten Vampir erkennen – bis auf einen Hügel unter den Decken, die zerwühlt auf dem Bett lagen, kam ihr nichts verdächtig vor.

Und dieser Hügel bewegte sich jetzt und fing an, ärgerlich zu knurren.

„Was denn, Spike, hast du solche Angst vor mir, daß du dich schon versteckst, wenn ich nur mal eben deine Behausung betrete?“, fragte sie sarkastisch, als ein zerwuschelter Blondkopf zwischen den Decken zum Vorschein kam.

Und als sie ihn da sah, auf dem Bett hockend, in seinen Mantel und diverse Decken eingewickelt, mit noch verschlafenen, verquollenen Augen, mußte sie fast lachen.

Er saß da wie... das Häschen in der Grube aus dem Kinderlied.

Seit ihrer kleinen Weihnachtsfeier bei Giles hatte sie ihn nicht mehr zu Gesicht bekommen, dafür aber umso mehr an ihn gedacht.

Und irgendwie sah er – wenn sie es nicht besser gewußt hätte – krank aus.

Aber Vampire wurden nicht krank, niemals.

Ihr noch immer nicht antwortend, stand Spike widerwillig auf, wickelte seinen Mantel fest um seinen Körper und blieb neben dem Bett stehen.

Abwartend.

Stoisch auf seine blutige Nase wartend.

Die aber nicht kam.

„Was ist, Jägerin – nun schlag schon zu und dann verschwinde wieder.“, knurrte er nun bibbernd. „Habe keine Zeit, mit dir Smalltalk zu treiben – und keine Lust, hier anzufrieren.“

Vollkommen baff sah Buffy ihn nun an.

War sie wirklich *so* schlimm?

Oder lag es an Weihnachten, daß sie auf einmal das Menschliche in diesem Vampir sah?

Und fror Spike wirklich so, wie es den Anschein hatte?

Verlegen räusperte sie sich.

„Naja, wollte bloß mal ‚Hallo’ sagen... ähm... Morgen haben wir ja unsere ‚Bescherung’.“, sagte sie kleinlaut. Irgendwie wußte sie auf einmal nicht mehr, warum sie hierhergekommen war – und irgendwie hatte sie nun ein schlechtes Gewissen, weil sie ihn gestört hatte.

Er sah wirklich sehr blaß aus für seine Verhältnisse...

„Ach ja? Ist das alles? Ich dachte, du willst mal wieder ´ne blutige Nase hierlassen, damit du dich besser fühlst, Jägerin. Also: ‚Hallo, Süße!’ Und nun verzieh´ dich.“, antwortete Spike schlechtgelaunt.

Sie hatte das Gefühl, fehl am Platze zu sein, wollte aber nicht so sang- und klanglos abziehen. Deshalb wechselte sie das Thema und sagte:

„Spike, ich dachte immer, ihr Vampire könnt gar nicht frieren...“, und sah ihn fragend an.

Er schüttelte ungeduldig den Kopf.

„Oh, Mann – und sowas nennt sich Vampirjägerin! Ist dir schon mal aufgefallen, daß sich die meisten Vampirpopulationen in südlichen Gefilden aufhalten? Hey, wir haben keine Zirkulation, und je kälter es wird, desto mehr Blut brauchen wir, um warm zu bleiben. Damit wir nicht in Starre fallen. So, genug – mach´s gut jetzt, ich muß mich warmhalten, Süße.“, fügte er etwas versöhnlicher hinzu.

Ehe Buffy etwas erwidern konnte, hörte sie irgendetwas klirren vor Spikes Krypta, ein schepperndes, klingelndes Geräusch, das einen Moment später verstummte. Dann war Schnauben zu hören – wie von Tieren – und Hufgetrappel, als ob Pferde mit ihren Hufen auf dem Boden scharrten.

Spike mußte es wohl auch gehört haben, denn er blickte jetzt neugierig zur Tür.

Die beiden setzten sich zusammen in Bewegung und standen gerade vor der Tür, als es klopfte.

Niemand sagte etwas.

Ratlos und mit hochgezogenen Augenbrauen sahen sie einander an.

Dann klopfte es noch einmal, dieses Mal etwas energischer.

Buffy nickte Spike aufmunternd zu und flüsterte: „Nun sag schon ‚Herein’!“

Nun gut, jetzt führte er auch noch die Befehle der Jägerin aus, tiefer konnte man nicht sinken.

„Herein“, rief er resigniert, und im selben Moment öffnete sich die Tür zur Krypta.

Beiden – der Jägerin und dem Vampir – klappte vor Erstaunen die Kinnlade herunter, als ein Mann in Weihnachtsmannkleidung hereinstapfte, ein freundliches „Ho ho ho“ ausrief, einen großen Sack von seiner Schulter schwenkte und auf dem Boden absetzte.

Ein freundliches Schmunzeln lag auf seinen Lippen, und um seine Augen herum bildeten sich fröhliche Lachfältchen, als er in die Gesichter der beiden sah.

„Guten Abend, ihr zwei. Ist euch ein Gespenst begegnet?“, fragte er lachend.

„Wer sind Sie?“, fragte Buffy barsch, die Fäuste in die Hüften gestemmt.

„Ja, was glaubst du denn, wer ich bin, mein Kind? Schau mich doch an – weiße Haare, weißer Rauschebart, roter Mantel mit Kapuze mit weißer Verbrämung, Winterstiefel und großer Sack mit Geschenken – was würdest du sagen, wer heutzutage in einer so lächerlichen Kleidung herumläuft? Und ich mache *keine* Coca-Cola-Werbung!“, erwiderte er lächelnd und strich sich mit einer Hand über seinen mächtigen Bauch, der sich unter dem roten Mantel wölbte.

Sie schluckte – nein, das konnte nicht sein, der Weihnachtsmann war ein Märchen – und dieser Kerl hier war eine Fälschung wie all die anderen Hunderttausenden von Weihnachtsmännern, die um diese Zeit herumliefen.

„Es gibt keinen Weihnachtsmann.“, stellte sie fest.

„Oh, ja, natürlich, und dich gibt es auch nicht, Buffy, Vampirjägerin.“, erwiderte der nächtliche Besucher lachend.

Jetzt hatte Spike sich soweit gefangen, daß er seinen Mund wieder zubekam – um ihn sogleich wieder zu öffnen: „Sie sind der Weihnachtsmann – und ich bin Graf Dracula.“, sagte er nun und grinste sein typisches Spike-Grinsen.

Wenigstens wurde er durch diesen Typen abgelenkt – und wer weiß, was sich noch so alles ereignen würde.

Plötzlich war sein Interesse geweckt.

„Ha ha ha, das ist doch wieder nur eine deiner üblichen Angebereien – aber du hast recht: Ich *bin* der Weihnachtsmann. Und nun rate mal, warum ich den beschwerlichen Weg zu deiner Krypta gekommen bin!“, lachte der Besucher, und sein mächtiger Körper bebte vor Vergnügen.

Spike machte ein nachdenkliches Gesicht.

Dann fiel ihm etwas ein, und er grinste wieder, als er antwortete: „Weil Sie ein Geschenk für mich haben.“

„Oh, Spike, du bist ein kluges Kerlchen. Ja, das habe ich.“

Damit öffnete er seinen großen Jutesack, holte eine dicke, flauschige Wolldecke heraus und hielt sie dem verblüfften Vampir hin.

Zögernd griff Spike nach der Decke, als ob er Angst hätte, sie würde sich in Luft auflösen, wenn er sie berührte.

Das tat sie nicht, und er strich mit den Händen darüber und spürte sogleich die Wärme, die davon ausging. Dankbar sah er jetzt zu dem Besucher auf und breitete die Decke aus, bevor er sie sich umhängte.

„Oh Mann, das ist genau das, was ich jetzt brauche.“, sagte er hingerissen.

„Das wußte ich, und deshalb bin ich hergekommen, mein Kind. Du warst in diesem Jahr ein sehr artiger Vampir, und kein Mensch wurde von dir gebissen – und deshalb habe ich mal eine Ausnahme gemacht. Ich dachte, du hast eine Belohnung verdient.“

Mit diesen Worten wandte sich der Weihnachtsmann wieder zum Ausgang, warf sich den Sack wieder über die Schulter und wollte gerade durch die Tür verschwinden, als er von Buffy zurückgehalten wurde.

„Was denn – gibt es einen Extra-Weihnachtsmann für Vampire? Was ist mit Jägerinnen – gibt es für die auch einen?“, rief sie empört.

Langsam drehte sich der Weihnachtsmann noch einmal um und sah etwas ärgerlich auf Buffy herab.

„Es gibt nur *einen* Weihnachtsmann – und das bin ich!“, antwortete er nun in grimmigem Tonfall. Seine blauen Augen sahen jetzt auf einmal nicht mehr so freundlich aus, und die fröhlichen Lachfältchen waren verschwunden.

„Ich sagte doch, daß ich eine Ausnahme gemacht habe, Buffy. Und im Übrigen hast du dein Geschenk schon erhalten!“, ergänzte er und wollte sich gerade wieder umdrehen, als Buffy ihn am Ärmel festhielt.

„Aber was habe ich denn für ein ‚Geschenk’ erhalten?“

Jetzt wurde der Weihnachtsmann denn doch ungeduldig, und mit einem mißbilligenden Blick auf die kleine Hand, die noch immer seinen Ärmel festhielt, sagte er:

„Wenn du das nicht einmal bemerkt hast, hast du es nicht verdient! Aber ich werde mal nicht so sein und es dir sagen: Eine Woche ohne Dämonen, Buffy. Eine Woche lang habe ich den Höllenschlund für dich zufrieren lassen, eine Woche lang hattest du Ferien von deiner Arbeit, mein Kind! Aber“, und jetzt sah er wirklich böse aus. „Ich glaube, eine Rute wäre besser gewesen für so eine vorlaute und unhöfliche Jägerin! Nimm dir ein Beispiel an Spike.“, und damit drehte er sich endgültig um und stapfte mit seinem Sack über der Schulter aus der Krypta hinaus ins Freie.

Buffy stand starr vor staunender Empörung, während Spike sich schnell hinter dem Weihnachtsmann hinausdrängte.

Und da stand er, der sagenumwobene Schlitten mit den Rentieren.

Die mächtigen Tiere scharrten ungeduldig mit den Hufen und schnaubten, als der Weihnachtsmann auf den Schlitten kletterte und die Zügel nahm.

Er nickte Spike noch einmal lächelnd zu, schnalzte mit der Zunge und dann war er mitsamt seinem Schlitten, den Rentieren und seinem Jutesack – Trappel! Klingel! Zisch! – verschwunden. Nur noch ein goldschimmernder Schweif am ansonsten klaren Sternenhimmel zeigte an, in welche Richtung er entschwunden war, sonst nichts.

Der Schnee glitzerte im Mondlicht, und Spike stand nur da und starrte in die Richtung, in die der Schlitten abgezischt war, und hinter ihm trat nun auch Buffy aus der Tür.

Sie mußte den Schlitten noch gesehen haben, denn auch sie sah verblüfft auf den immer kleiner werdenden Schweif.

Als sie schweigend die paar Schritte zu Spikes Krypta zurücklegten, knirschte der Schnee unter ihren Füßen.

Ein ungewohntes Geräusch für Buffy, und sie wunderte sich, daß sie so gar nicht auf die Idee gekommen war, daß dahinter eine Absicht stecken könnte, daß dies ihr eine Woche „Ferien“ beschert hatte – die fast verstrichen war, ohne daß sie etwas davon gehabt hatte...

Jetzt seufzte sie und blickte verstohlen zu Spike, der gerade die Tür zu seinem „Heim“ öffnete.

Der hatte das anscheinend ganz gut genommen – jedenfalls war ihm nichts anzumerken.

Keine Verwunderung, kein Erstaunen.

Naja, der hatte ja auch gerade keine „Abreibung“ vom Weihnachtsmann bekommen.

Oh, Mann, einen Anranzer vom Weihnachtsmann! Und dann noch vor Spike...

Dieser Vampir da hatte gerade ein Geschenk abgefaßt.

Kein Wunder, daß der sich nicht wunderte.

Mit einem Kopfschütteln dachte sie an den „artigen Vampir“.

Und an *dem* sollte sie sich ein Beispiel nehmen!

Dieser Rotmantel hatte ja keine Ahnung...

Was für ein Hohn! Artiger Vampir!

Es war nicht zu fassen!

Buffy sah mürrisch zu Spike, der sich in die flauschige Decke eingewickelt hatte.

Ein stilles, glückliches Lächeln auf dem Gesicht des „artigen Vampirs“ zeigte, daß das eben wohl wirklich passiert war...

War es das?

Und was war denn schon geschehen?

Nichts – die Kälte hatte ihnen beiden die Sinne eingefroren, das war´s.

Das war in klirrender Kälte genauso wie in gleißender Hitze – wie eine Fata Morgana.

Es gab keinen Weihnachtsmann, ein für alle Mal!

„Spike, das eben bleibt unter uns, klar?!“, sagte sie nun mit Nachdruck und sah den Vampir drohend an, der unter der Decke hervorlugte.

„Es ist nichts geschehen, und wenn du auch nur *ein* Wort, ein einziges Wort ausplapperst, dann bist du Vergangenheit, sobald ich dich in die Finger bekomme. Hast du das verstanden?“

Spike verdrehte genervt die Augen.

Die Jägerin wollte nicht glauben – also war es nicht geschehen.

So einfach war die Welt für sie.

Naja, sie war ja auch nicht gerade gut weggekommen. Wie war das noch?

Und bei diesem Gedanken glitt ein triumphierendes Lächeln über sein Gesicht:

Sie sollte sich ein Beispiel nehmen.

An ihm, Spike, William dem Blutigen.

Ha! Das war noch besser als die Decke hier!

Dann sah er in das Gesicht der Jägerin.

Oh – sie schien es ernst zu meinen.

Also gut, er nickte: „Aber ganz wie es Eure jägerliche Hoheit belieben. Ich weiß, daß es keinen Weihnachtsmann gibt, kenne keinen Weihnachtsmann, habe nie einen gesehen und kenne auch niemanden, der ihn je gesehen hätte. Reicht das?“, fügte er ironisch hinzu.

Buffy nickte nur kurz, dann drehte sie sich auf dem Absatz um und verschwand schnell zwischen den Grabsteinen, die alle eine weiße Mütze aus Schnee aufhatten.

„Bis morgen dann, Jägerin!“, rief Spike ihr grinsend hinterher.

Lautlos fielen jetzt wieder dicke Schneeflocken zur Erde, sanft und weich wie ein Vorhang aus Zuckerwatte.

 

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