Nichts über mich

 

Dieses „Nichts über mich” wollte ich zuerst „Nichts über Kati” nennen, aber das klingt ja, als ob nichts über Kati ginge, und das wiederum klingt sehr eingebildet. Also gut – dann heißt es also „Nichts über mich“, womit ja wirklich viel gesagt ist: Nämlich nichts über mich. *g*

Normalerweise stehen an dieser Stelle Informationen über die Macher einer Seite, über deren reales Leben, Lebensdaten, Wohnort (na gut, den kann ich ja sagen: Berlin *g*), über ihre Beweggründe, diese Seite zu machen, über Hobbies und alles, was interessiert – oder auch nicht. Diese Angaben über mich reduziere ich lieber und lasse dann mehr Platz für meine Interessen. Mein wirkliches Leben ist auch überhaupt nicht interessant, dafür mein Hobby dann umso mehr... denn schließlich ist es ja mein Hobby, weil ich es liebe... oder zumindest seeeeehr mag. (Manchmal neige ich zu Untertreibungen, wenn es mich selbst betrifft...)

Erst Ende 2000 habe ich das Internet für mich entdeckt, und kurz danach dann Fanfiction – und da war’s dann um mich geschehen. Niemals hätte ich gedacht, daß Fanfiction solche Ausmaße – angenehmen Ausmaße! – annehmen könnte, und ich war sofort hingerissen von (fast) allem, was man in meinem bevorzugten Fandom – BuffyBuffyBuffy!!!!!! – so alles finden kann, mit wieviel Liebe und Hingabe sich die Leute, meist wohl Mädels, einbringen, Zeit „opfern“ – und wunderschöne Dinge erschaffen.

Irgendwann war das deutsche Fandom ausgekundschaftet – und ich wechselte ins englischsprachige über... und wurde fast erschlagen von der Fülle und Vielfalt, mit der dieses Fandom aufwarten kann. Wow!

Damals – 2000/2001 – steckte das deutsche Fandom noch in den Kinderschuhen, was Fanfiction betraf, aber das engelischsprachige war in voller Blüte... und ist es noch. Und da lernte ich nun alles über meine Leidenschaft – und vor allem, daß es viele, viele Menschen da draußen gibt, die dieselben Dinge mögen wie ich.

Klasse!

Bald war das Wort „Shipper“ ein so normaler Begriff wie „Hurt and Comfort“ oder „Slash“, und im Buffyverse gibt es zu jedem dieser Begriffe – und anderen – ein ganzes Universum.

Tja, und vom Lesen zum Selberschreiben war es dann nur noch ein kleiner Schritt, und dann nahm alles seinen Lauf, als Natalie, die erst vor kurzem ihre B/S-Fanfiction-Seite aufgegeben hat (Seufz!), in einem Forum anmerkte, es gäbe viel zu wenig deutsche B/S-Fanfiction. So habe ich Natalie kennengelernt – und sie hat meinen unterentwickelten  Ehrgeiz angekurbelt.

Inzwischen habe ich also schon etliche Geschichten geschrieben, und vor allem habe ich auch viele sagenhaft liebe Leute mit denselben Interessen kennengelernt – durch Feedback, durch unsere gemeinsame Begeisterung für „unseren“ Spike, für dieses wunderschöne Paar, das er mit Buffy in unserem geliebten Buffyverse darstellte... Und es haben sich schon einige Freundschaften entwickelt, ohne die mein Leben ärmer wäre. Das Wunderbare am Internet ist, daß sich dort Leute treffen können, die exakt dieselben Interessen haben – und sich ohne Umstände verständigen können.

Und dann habe ich am meisten über mich selbst gestaunt, über die Dinge, die in mir gewachsen sind und dann durch meine Finger in die Tastatur flossen... und das ist es, was mich auch immer wieder aufs Neue überrascht. Aber wie hat schon O.W. Holmes gesagt?

„Was hinter und was vor uns liegt, sind Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was in uns liegt.“ Das isses!

Was ich mag, ist die Sprache – und Büüüüücher! –, was mich interessiert, sind Worte und deren vielfältige Bedeutung, Ursprünge und wie sich manche Worte in ihrer Wertung verändern oder wie sie auch ganz verschwinden. Ich hätte gerne Sprachen studiert, am liebsten Germanistik oder sowas, aber... irgendwie ist mein Leben bereits in vollem Gange... und so muß ich das wohl auf ein späteres verschieben. Aber in der Zwischenzeit kann ich ja als Hobby-Schreiberin und interessierter Laie mein Dasein fristen. Und selbstverständlich als überzeugte Ignorantin. Und ich kann nicht behaupten, daß mir eines dieser Dinge keinen Spaß machte. *g*

Wie ich nun zu dieser Seite komme... Hm... das hat irgendwie eine Eigendynamik entwickelt. So wie man beim Mailen scherzt, wenn man sich über irgendwas ärgert – „Da könnte man eine ganze Website drüber machen, so blöd ist das!“, oder auch, weil man dann ab und zu mal gefragt wird, ob man die Geschichten auf einer eigenen Seite hat, wo’s doch schon so viele sind... Manchmal hat man sowas bereits im Hinterkopf und scheint nur darauf zu warten, daß endlich mal jemand die passende Frage dazu stellt. *g*

Tja, und da isse nun, die Kati-Seite.

Und dieser ellenlange Text hier hat das gehalten, was er versprochen hat: Nichts über Kati, aber dafür einiges über die Herrlichkeit des Internet... und wenig über seine Tücken.

Kommt noch.

Liebe Grüße,

Kati... und eine Nacht

 

PS: Und als kleine Zugabe hier der Beweis dafür, daß ich für meine penetrante Blauäugigkeit gar nichts kann. Ungeschminkt, weil man der Wahrheit einfach mal ins Auge blicken muß. Wenigstens ab und zu...

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