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“Wie lang’ wohn’ ich jetzt schon bei dir, Angel? Ungefähr drei Monate?”
“Ja, mehr oder weniger.”
“Und was tun wir immer noch - NUR? Das hier.” Wobei Spike sich wohl darauf bezieht, dass ich auf ihm liege und mich an ihm reibe, aus den, nun, uh, aus den offensichtlichen Gründen.
“Nackt”, werfe ich etwas konfus ein.
“Yeah, als ob DAS irgendeinen Unterschied machen würde.”
“Tut es. Sonst würdest du in Deine Jeans... du weißt schon.”
“Kommen, Angel, KOMMEN. Bloody Hell, wenn du’s tun kannst, solltest du’s auch aussprechen können. By the way, nicht nur ich.”
“Err... wahrscheinlich.”, gebe ich halbherzig zu.
“Auf jeden Fall, würd’ ich doch meinen. Spätestens, wenn ich das hier tu’.” Er schlingt ein Bein um meine Hüften, und beginnt endlich damit, sich ernsthaft unter mir zu bewegen.
Ja, Reibung ist ganz ohne Zweifel das Schlüsselwort, das mich innerhalb von Sekunden zum Stöhnen bringt... und einige Schritte näher an meinen Höhepunkt. Spikes nächster Satz hingegen weckt meinen Ehrgeiz, oder was auch immer, ihm die gleichen Geräusche (oder ähnliche) zu entlocken wie er mir. Hm. Neue Sportart?
“Siehst du, sag’ ich doch!”
“Sicher. Aber wenn ich das hier tue...” Nämlich meine Hand unter seinen knackigen Hintern schiebe, um den nicht vorhandenen Abstand zwischen ihm und mir noch zu verringern, und im umgekehrten Verhältnis dazu die Bewegungen meines Beckens erhöhe...
“Ah... mhmmm...”
“...seufzt du”, vollende ich meinen Satz mit einer Spur Triumph in meinem eigenen Seufzen.
“Ja. Aber ich will auch meinen Spaß haben.“
“Oh. Du magst es also nicht?” Verdammt, warum kann ich die Enttäuschung nicht aus meiner Stimme raushalten?
“Nein, ich mein’, ja, ich mag’s. Kannst deine gekränkte Eitelkeit wieder wegstecken. Ich steh’ drauf. Besonders wenn du...”
“Oh Mann, es ist echt nicht fair, wenn du mich so behandelst”, grummle ich, und höre mich dabei NICHT wie ein Kleinkind an... auch wenn er das behauptet. Ganz ehrlich. Ich bin einfach nur überrascht und, zugegebenermaßen, ein wenig grrr, weil Spike es wieder mal - wie immer - schafft, mich zu überrumpeln. Er rollt mich mit sich herum, einfach so, und hält mich mit seinem Körper unter sich fest. Mit seinem WESENTLICH LEICHTEREN Körper. Unfair!
“Dir ist schon bewusst, dass ich stärker bin als... mhmmm... ahhh...” Der Rest meines Statements, meiner Frage, was auch immer, geht in Stöhnen über, sobald Spike beginnt, unter Beweis zu stellen, dass es manchmal nicht nur auf Kraft ankommt, sondern auch auf die richtige Dosierung derselben.
Seine sanften Bewegungen, weit entfernt von fokussiert auf meine, uh, Mitte, wirken wie eine Spike-Decke, die mich einhüllt, und jedes Wort, das er spricht, vibriert auf meiner Haut.
“Besonders wenn du dich unter mir windest wie jetzt. Das mag ich, weißt du. Yeah, press’ deine Hüften ein bisschen mehr gegen mich, Luv. Reib’ deinen Schwanz an meinem, genau SO. Mhmm... das mmag ich... mmmag ich... mmmmag ich.”
Wie sollte ich mich auch NICHT unter ihm winden? Unmöglich, wenn er sich bei jedem “mag ich” einmal mehr vorwärts stößt. Noch immer sanft und mittlerweile ziemlich flüssig (in jedem denkbaren Sinne des Wortes, möchte ich noch hinzufügen), was sich so wunderbar weich anfühlt – entgegen aller Logik.
Die ultimative Beschreibung von Spike? Steinhart und gleichzeitig seidig – sozusagen, manchmal auch eher samtig, wenn seine Haut vom Duschen noch feucht ist. Und so oder so beziehe ich mich nicht nur auf einen Körperteil, sondern auf nahezu alle.
Ich bin gerade dabei, den Moment zu genießen, als er plötzlich innehält.
“Aber trotzdem.”
Ich bin ja daran gewohnt... inzwischen... halbwegs, dass er mich mit seinem ewig währenden, sinnlosen Gerede aus dem Konzept bringt (egal aus welchem... aus jedem... seufz). Aber Reglosigkeit ist etwas völlig neues bei ihm.
Könnte es möglicherweise sein, dass mein “Brüten”, als was er meine nützlichen, nötigen, allesamt sinnvollen Überlegungen so ausdauernd bezeichnet, auf ihn abgefärbt hat? In jeder anderen Situation wäre ich sehr zufrieden damit gewesen (ein ruhigerer Spike, was für eine Wohltat!), jedoch nicht in DIESER, verdammt!
“Nicht trotzdem. Und nicht aufhören, Spike!”
“Sei still, Wanker! Ich muss nachdenken.”
Nachdem ich sämtliche Fragezeichen, die sich rund um meinen Kopf materialisiert haben, erfolgreich verscheucht oder zum Platzen gebracht habe, werde ich sauer... und sarkastisch. Eine Eigenart, die ich mir eventuell von Spike abgeguckt habe.
“Könntest du das vielleicht tun, NACHDEM ich meinen Orgasmus hatte? Nachdem ich vorhin diesem ekligen, schleimigen, viel zu großen, viel zu starken, widerlichen Monster allein gegenübertreten, es allein bekämpfen und schließlich auch allein töten musste, und zwar deshalb, weil du dich spontan dazu entschieden hattest, mir NICHT dabei zu helfen, ist das ja wohl das Mindeste, was ich verdient habe.”
Keine Reaktion.
“Bitte!”
“’Kay.” Mit diesem Wort, uh, dieser Silbe, setzt er sich wieder in Bewegung. Typisch Spike, in der einen Minute ist irgendetwas (egal was, immer belanglos) unglaublich wichtig, um in der nächsten... nun, ich formuliere es mal so: Es gibt nichts, was er nicht mit einem Schulterzucken abschütteln könnte.
“Trotzdem.”
Seufz. Wenn ER es will. Die andere Variante ist, er beißt sich daran fest, bis mein Kopf schwirrt, bis ich denke, nicht er, sondern ICH hätte den Chip in meinem Schädel, und er würde Funken sprühen wie meine auf Spike gerichteten Augen in diesen Momenten, und ich kurz davor bin, wirklich wahnsinnig zu werden, und ihm schließlich - mit letzter Kraft - damit drohe, ihn in ein Häufchen Asche zu verwandeln.
Nicht dass es was nutzen würde. Niemals. Aber hey, mein Leben war ohnehin ziemlich langweilig in letzter Zeit. Also vor Spikes Einzug bei mir. Heute denke ich anders darüber. Es war friedlich. Jetzt ist es chaotisch. Und damit meine ich nicht nur den Zustand meiner (seufz... unserer) Räume im Hotel, sondern einfach alles. Dabei ist er nicht anders als er es schon immer war.
Aber habe ich mir mit 250 Jahren nicht wenigstens ein kleines bisschen Ruhe verdient? Schätze, die Frage habe ich mir ETWAS zu spät gestellt. Und um ehrlich zu sein, eigentlich bereue ich es auch nicht. Meistens.
“Findest du nicht, dass irgendwas fehlt?”
“Was denn?”
“Dunno.”
“Beweg dich weiter!”
“Vielleicht etwas mehr... hm...?”
“Gottverdammt, Spike! Vielleicht willst du das hier ja nicht, aber ich! Das Mindeste, was du tun kannst, ist, mir meine Befriedigung zu gönnen, OHNE mich mit deinen sinnlosen, penetranten Sprüchen zu stören. Und hör verdammt nochmal auf damit, dich zu wehren!” Ich will wieder oben liegen. “Spike. Bitte! Es ist dringend.”
“Yeah, kann ich fühlen. Dein Schwanz ist hart wie Stein. Und du bist immer noch nicht so weit, zu kommen?”
“Warum wohl?”, antworte ich bissig und richte meinen Blick knapp vorbei an seiner “ironischen” Braue, während ich einen weiteren Versuch starte (Spike hätte ihn wohl verzweifelt genannt, hätte er sich dazu geäußert), ihn auf den Rücken zu rollen.
“Okay, okay. Ich mach’ ja, was du willst. Aber nur, weil ich auch geil bin. Nicht dass du denkst...”
“Jaja. Was auch immer.” Mein Dank geht in aufatmendes Seufzen oder etwas in der Art über.
“Na, jetzt befriedigt?” Breites Grinsen, Blick zwischen unsere Körper. “Wohl eher noch immer nicht, huh?”
“Grrr.” Ich hasse es, wenn er über seine eigenen Witze lacht, noch dazu, wenn sie auf meine Kosten gehen. Aber immerhin tut er es diesmal UNTER mir, was mir jede Bewegungsfreiheit lässt, die ich will, brauche, nötig habe – zumindest körperlich. Mental hingegen... seufz.
“Vielleicht wär’ wankern ‘ne Idee, im momentanen Zustand deiner... uh... Härte.”
Wo ist nur der Respekt geblieben? Okay, bei genauerer Überlegung, vergessen wir die Frage. Viel wichtiger ist, will er mich nur ärgern oder... “Ist das ein Angebot?”
“Bloody Hell, nein! Mach’s dir gefälligst selbst, oder noch besser mir, WANKER. Das ist doch deine offensichtliche Stärke. Immerhin hast du’s dir über Jahrzehnte hin so besorgt, also muss es doch das sein, was du am Besten kannst. Richtig?”
“Sehr wahrscheinlich besser als du, natürlich. Aber was ist mit umgekehrt?” Ich habe absolut keine Ahnung, wie er es anstellt, dass ich auf seine Sinnlosigkeiten eingehe. Immer wieder! Total kindisch. Wie so viele Gespräche mit ihm. Wie mein Verhalten. Er färbt doch langsam auf mich ab. Shit!
“Nun...” Dieser Ankündigung folgt laaanges Schweigen. Spike scheint zu überlegen. Sicher bin ich mir allerdings nicht. Immerhin tut er das nicht oft, und wenn, dann kommt dabei entweder gar nichts heraus, oder heiße Luft oder einer seiner sogenannten “Meisterpläne”, von denen wir ja alle wissen, wie sie enden. Weshalb ich verständlicherweise nicht sehr erpicht darauf bin, das Resultat seiner neuesten Grübelei zu erfahren.
Und außerdem schlägt meine Fantasie gerade Loopings, angeregt durch Spikes Worte, sodass ich mit meiner eigenen Beschäftigung... uh... beschäftigt bin. Sehr. Wodurch Spike wiederum ein Licht aufgeht. Ein offensichtliches.
“Moment mal! Das macht dich an, richtig? Der Gedanke, dass ich meine Hand um deinen Schwanz legen, und dich langsam und sachte streicheln könnte oder vielleicht auch hart und schnell, bis du deine Finger in meine Schultern krallst und hilflos keuchst. Und stell dir vor, wo meine freie Hand sein könnte. Nur ein winziges Stückchen tiefer, abwechselnd neckend, spielend, ziehend, fleißig knetend, bis du nach Luft schnappst, die du nicht brauchst, bis du schreist, und endlich kommst und kommst und kommst, deinen Bauch triffst, deine Brust, und sogar dein Gesicht. Und ich trotzdem noch nicht aufhör’, ganz langsam weitermach’, bis zum allerletzten Tropfen. Oh ja, der Gedanke macht dich heiß, Luv. Ich fühl’s, ich riech’s, ich seh’s. Und by the way, du zitterst.”
Und ich stöhne... völlig hilflos, kann nichts dagegen tun... außer mich schneller an ihm zu reiben.
“Ich frag’ mich, was du wohl tun wirst, um all das zu bekommen.”
Sinnlos zu erwähnen, dass ich nach Spikes was-wäre-wenn-Rede zu keinem vernünftigen Gedanken mehr fähig war. “Betteln? Dich mit meinem flehendsten Blick ansehen? Mit meinen dunklen Puppy-Augen, denen du nicht widerstehen kannst?” Ich hatte nicht gesagt, ich wäre zu keinem Gedanken mehr fähig gewesen, sondern nur zu keinem “vernünftigen”.
“Ja, darauf wette ich. Aber das ist nicht genug, Pet.”
Spike im Neckerei-Modus. Na toll! Ich bin wirklich zu bedauern. Und der Fakt, dass ich mir die Suppe selbst eingebrockt, Spike FREIWILLIG bei mir habe einziehen lassen, trägt nicht im geringsten dazu bei, dass ich mich besser fühle... höchstens dazu, mich in mein Schicksal zu fügen - Gott... uh... Spikeergeben. “Und was wäre genug?”
“Mal überlegen...” Und während er das tut oder mich auf die Folter spannt, je nach Gesichtspunkt, frage ich mich, ob er mir jemals irgendetwas leicht gemacht hat... und komme zu dem Schluss, dass das nicht der Fall ist.
Und ich behalte Recht.
“Wenn du mich wankerst, denk’ ich mal drüber nach, ob ich auch bei dir, beziehungsweise deinem armseligen Schwanz Hand anlege.”
“Armseliger Schwanz?” Ich schlucke mein Knurren runter, nicht jedoch meinen Ärger auf Mr. Ich-treib-dich-in-den-Wahnsinn. “Fuck you, Spike! DU wankerst mich, und ICH denke eventuell darüber nach, ob ich mich revanchiere.”
“Das heißt dann wohl, vergiss es. Tja, dein Pech. Keine ganz neuen Freuden für dich, die so total anders wären als die, die du dir jahrelang selbst bereitet hast. Weil meine seidenweichen Hände nicht mal in die Nähe deines Schwanzes kommen werden. Bleib’ doch einfach in deiner kleinen Welt des präpubertären Pettings stecken!”
“Genau DAS werde ich tun. Und zwar jetzt. Also sei still, ich versuche mich hier nämlich darauf zu konzentrieren, meinen Klimax zu erreichen.”
“Deinen was? Ach du meinst, du willst spritz... nein, wenn ich genauer drüber nachdenk’, isses wohl mehr sowas wie tröpfeln.”
“Spike, halt endlich deinen nutzlosen Mund, andernfalls werde ich das für dich erledigen.”
“Blasen! Das könnte doch nett sein. Mhmmm, ich stell’ mir vor, wie du deine Zunge über meinen Schwanz wirbeln, deine Lippen langsam abwärts gleiten lässt und ihn dann ganz in deinen Mund nimmst. Oh yeah, Babe! Was hältst du davon?”
“Ich denke, es ist schwierig, gleichzeitig dafür zu sorgen, dass du endlich ruhig bist und zu kommen, aber ich schätze, ich werde es schaffen, solltest du nur noch EIN einziges Wort von dir geben. Ich könnte dir beispielsweise meinen ‘armseligen Schwanz’ zum Schlucken geben, das wäre doch die perfekte Lösung für beide Probleme. Oder was meinst du, Spike?”
“Ich frag’ mich, wie du das wohl anstellen würdest?”
“Ich würde es verlangen. Ich, Sire, befehle, du, Child, gehorchst. Klar?”
“For-fuckin’-get about it! Das hat schon vor zig Jahrzehnten nicht funktioniert, geschweige denn überhaupt, warum sollte es jetzt klappen? Weil ich so unterwürfig war in den letzten drei Monaten oder was? Bist du verrückt - ich mein’, mehr als gewöhnlich? Du befiehlst und ich gehorche... dass ich nicht lache.”
“Grrr.” Und noch mehr grrr, weil er mich auslacht. Und viel mehr Bewegung, weil mich Wut schon immer erregt hat.
“Oh... das ist gut... so gut, Pet... mach’ weiter... mhmmm...”
“Spike.”
“Yeah, schneller, Luv, fester. Ja, das isses.”
“Spike!”
“Was?”
“Komm!”
“Huh?”
“Jetzt!”
“Ah...mhmmm...ohgott...ohgut...ohbitte...ohyes...yes...yessssss!”
“Siehst du, Spike, klappt doch. Ich befehle, du gehorchst.”
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